Gemein­sa­mer Auf­ruf der Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten und der Stadt Rem­scheid

Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten und Stadt Rem­scheid appel­lie­ren in einem gemein­sa­men Gruß­wort an die Men­schen in Rem­scheid, auch in den kom­men­den Wochen und Mona­ten der Coro­na­kri­se wei­ter­hin Stär­ke, Mit­ein­an­der und Zusam­men­halt zu zei­gen. Die anste­hen­de Zeit wird uns allen sicher­lich noch Vie­les abver­lan­gen, dies erfor­dert, dass wir gemein­sam ver­ant­wor­tungs­voll mit­ein­an­der umge­hen. Die Ver­fas­se­rin und die Ver­fas­ser mun­tern auf, nicht das Ver­trau­en in das geplan­te Vor­ge­hen in der Pan­de­mie zu ver­lie­ren. Ver­bun­den ist die­ser Appell auch mit einem Dank an alle, die seit Wochen und Mona­ten alles dafür tun, dass das Zusam­men­le­ben in unse­rer Gemein­schaft trotz aller Ein­schrän­kun­gen „funk­tio­niert“.

Lie­be Rem­schei­de­rin­nen und Rem­schei­der,

wie sehr hat das ver­gan­ge­ne Jahr unser Leben ver­än­dert. Noch zu Beginn des Jah­res 2020 konn­te nie­mand davon aus­ge­hen, wie tief die Ein­schnit­te im öffent­li­chen wie pri­va­ten Leben sein wür­den. Mitt­ler­wei­le gehö­ren Mas­ken und Abstands­ver­pflich­tung zu unse­rem All­tag, Geschäf­te und Gas­tro­no­mie sind seit dem erneu­ten Lock­down geschlos­sen, Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen fin­den nicht statt. Alle Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten haben sich in 2020 in ihren Fes­ten stark ein­schrän­ken müs­sen, selbst Got­tes­diens­te muss­ten aus­fal­len. Auch dass wir den Jah­res­wech­sel nur in sehr klei­nem Rah­men erle­ben durf­ten, war sehr unge­wöhn­lich.

Trotz aller Vor­sicht­maß­nah­men sind auch bei uns vie­le Men­schen aller Genera­tio­nen erkrankt. Wir muss­ten von vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­gern Abschied neh­men, die an und mit Coro­na ver­stor­ben sind. Das berührt uns sehr, wir sind in Gedan­ken bei den Ange­hö­ri­gen.

Nun wis­sen wir, dass der Lock­down zumin­dest bis Ende Janu­ar andau­ern wird. Die ers­ten Imp­fun­gen in den Alten- und Pfle­ge­hei­men wur­den durch­ge­führt, wei­ter fol­gen in den kom­men­den Tagen. Danach wer­den zunächst die Ältes­ten unter uns zu einem Ter­min in das Impf­zen­trum ein­ge­la­den. Bis alle Rem­schei­de­rin­nen und Rem­schei­der die Mög­lich­keit haben, sich durch eine Imp­fung vor dem Coro­na-Virus zu schüt­zen, wird noch eine gewis­se Zeit ver­ge­hen.

Wir dan­ken allen, die seit Wochen und Mona­ten alles dafür tun, dass unser Zusam­men­le­ben trotz aller Ein­schrän­kun­gen „funk­tio­niert“. Unser Dank gilt so vie­len Men­schen, dass jede Auf­zäh­lung das Risi­ko beinhal­tet, jemand zu über­se­hen. Sie geben damit Lie­be an ihre Mit­men­schen wei­ter, die von Her­zen kommt und im All­tag Wir­kung zeigt. Daher ein gro­ßer Dank an alle!

Wir möch­ten alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bit­ten, ihr Ver­trau­en in das geplan­te Vor­ge­hen nicht zu ver­lie­ren. Fra­gen und Kri­ti­ken an ein­zel­nen Ent­schei­dun­gen sind ver­ständ­lich. Aber bit­te gehen Sie nicht den­je­ni­gen auf dem Leim, die die Pan­de­mie negie­ren oder sogar für die Infra­ge­stel­lung unse­rer frei­heit­lich demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung und die wesent­li­chen Wer­te unse­rer Ver­fas­sung instru­men­ta­li­sie­ren. Es sind in unse­rer Stadt nur weni­ge; wir wol­len, dass das so bleibt.

Wir ste­hen dafür ein, auch die kom­men­den Wochen und Mona­te gemein­sam mit­ein­an­der ver­ant­wor­tungs­voll zu gestal­ten und laden Sie dazu ein, dabei mit­zu­ma­chen.

Ober­bür­ger­meis­ter Burk­hard Mast-Weisz
Super­in­ten­den­tin Ant­je Menn, Evan­ge­li­scher Kir­chen­kreis Len­nep
Stadt­de­chant Msgr. Tho­mas Kas­ter, Katho­li­sches Stadt­de­ka­nat Rem­scheid
Pas­tor André Carouge, Frie­dens­kir­che Rem­scheid
Leo­nid Gold­berg, Jüdi­sche Kul­tus­ge­mein­de Wup­per­tal
Tev­fik Bayl­an, mus­li­mi­sche Gemein­den in Rem­scheid