Dis­kus­si­on: Wer zahlt Sti­pen­di­um für Hoch­schu­le? — BM vom 04.09.2019

REMSCHEID | (red) Die Frak­ti­ons- und Grup­pen­vor­sit­zen­den von SPD, Grü­nen, FDP und W.i.R. schla­gen für die ange­hen­den Stu­den­ten der Rhei­ni­schen Fach­hoch­schu­le in Hons­berg ein „Rem­scheid-Sti­pen­di­um“ vor. In einem gemein­sa­men Antrag für die Rats­sit­zung am
26. Sep­tem­ber heißt es: „Wir soll­ten die­se ein­ma­li­ge Chan­ce für unse­re Stadt als gro­ßen Gewinn ver­ste­hen und die neu­en Stu­den­ten mit offe­nen Armen emp­fan­gen. Ein ‚Rem­scheid-Sti­pen­di­um’ wäre ein deut­li­ches Will­kom­mens­zei­chen, um Stu­die­ren­den unter die Arme zu grei­fen.“ Die staat­li­che aner­kann­te Hoch­schu­le finan­ziert sich über Stu­di­en­ge­büh­ren, die in vie­len Fäl­len direkt über die koope­rie­ren­den Unter­neh­men getra­gen wer­den. Nur in weni­gen Fäl­len müss­ten die Stu­die­ren­den selbst die Gebüh­ren auf­brin­gen. Hier wäre es den Antrag stel­len­den Par­tei­en zufol­ge ein gutes Signal, wenn die Ver­wal­tung und der Rat gemein­sam mit der Stadt­ge­sell­schaft in „Rem­scheid-Sti­pen­di­um“ auf den Weg bräch­ten.

Grund­sätz­li­che Zustim­mung für die Idee eines sol­chen „Rem­scheid-Sti­pen­di­ums“ kommt auch von der CDU. Der Spre­cher der Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­ver­ei­ni­gung (MIT) der CDU, Alex­an­der Lam­pe, regt aller­dings an, die­ses Sti­pen­di­um nicht über Spon­so­ren zu finan­zie­ren. Statt­des­sen soll der Rat per Beschluss für die­ses Sti­pen­di­um eine Posi­ti­on im städ­ti­schen Haus­halt schaf­fen. Die hei­mi­sche Wirt­schaft, so argu­men­tiert Lam­pe, brin­ge sich durch die Über­nah­me der Stu­di­en­ge­büh­ren vie­ler Stu­den­ten bereits stark ein. Sie soll­te nicht wei­ter belas­tet wer­den.