Antrag zum Rad­ver­kehrs­kon­zept der Stadt Rem­scheid

Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­meis­ter,

die Rats­grup­pe der W.i.R. stellt fol­gen­den Antrag in den Sit­zun­gen der BV 3 — Len­nep am 04.09.2019, des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses am 05.09.2019, des Aus­schus­ses für Stadt­ent­wick­lung, Wirt­schafts­för­de­rung, Ener­gie­ef­fi­zi­ens und Ver­kehr am 12.09.2019, des Aus­schus­ses für Bau­en, Gebäu­de­ma­nage­ment, Lie­gen­schaf­ten und Denk­mal­pfle­ge am 17.09.2019, des Aus­schus­ses für Bür­ger, Umwelt, Kli­ma­schutz und Ord­nung am 24.09.2019, der BV 1 — Alt Rem­scheid am 24.09.2019 und des Rates am 26.09.2019 sowie zur Kennt­nis­nah­me in den Sit­zun­gen der BV 4 — Lüttring­hau­sen und der BV 2 — Süd am 09.10.2019 zur Bera­tung und Abstim­mung:

Der Rat der Stadt Rem­scheid beauf­tragt die Stadt­ver­wal­tung, abwei­chend von der Emp­feh­lung des Rad­ver­kehrs­kon­zep­tes die Ver­län­ge­rung der Bal­kan­tras­se nach Lüttring­hau­sen ent­lang der soge­nann­ten „Vor­zugs­stre­cke“ zu rea­li­sie­ren und mit den Pla­nun­gen umge­hend zu begin­nen.

Die Bereit­stel­lung finan­zi­el­ler Mit­tel soll im Rah­men der Haus­halts­be­ra­tung des Haus­halts 2021 außer­halb der bis­her ein­ge­plan­ten Mit­tel für Maß­nah­men des Rad­ver­kehrs erfol­gen. Die Ver­wal­tung wird gebe­ten, bis dahin etwai­ge För­der­sze­na­ri­en in Zusam­men­ar­beit mit der BSW zu erkun­den.

Begrün­dung

Am 30.6.2016 hat der Rat der Stadt Rem­scheid ein­stim­mig beschlos­sen (Vor­la­ge 15/2623), den nun als „Vor­zugs­stre­cke“ bezeich­ne­ten Tras­sen­ver­lauf in die Pla­nung auf­zu­neh­men. Schon mit die­sem Antrag, aber auch z.B. bei spä­te­ren Bera­tun­gen, wur­de auf die Not­wen­dig­keit von Tras­sen­si­che­rung und Bereit­stel­lung der not­wen­di­gen Finanz­mit­tel hin­ge­wie­sen. Dabei hat die Ver­wal­tung den Beschluss des Rates vom 30.11.2017 (Vor­la­ge 15/4268), den Lücken­schluss der Bal­kan­tras­se außer­halb des Rad­we­ge­kon­zep­tes vor­zu­zie­hen, trotz mas­si­vem Hin­weis in der Rats­sit­zung am 22.2.2018 (TOP 5.1.) miss­ach­tet. Des­we­gen ist die im Rad­we­ge­kon­zept vor­ge­se­hen Inte­gra­ti­on in die Umset­zung Gesamt­ent­wick­lung des Rad­ver­kehrs­kon­zep­tes abzu­leh­nen und auf die Umset­zung der bestehen­den Rats­be­schlüs­se zu drän­gen.

Der Hin­weis auf „lan­ge Aus­füh­rungs­zei­ten für die Aus­füh­rungs­pla­nung“ trifft die Stadt­ver­wal­tung sel­ber, die aus eige­ner Ermäch­ti­gung drei Jah­re zur Pla­nung des Lücken­schlus­ses hat ver­flie­gen las­sen.

Die Rad­fah­rer in Rem­scheid soll­ten dar­un­ter nicht lei­den. WiR sehen die Gefahr, dass bei einer Umset­zung der „Alter­na­tivstre­cke“ der von der Ver­wal­tung bereits jetzt igno­rier­te Hand­lungs­druck zur Rea­li­sie­rung der „Vor­zugs­stre­cke“ ganz weg­fällt. Des­we­gen soll­ten die Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer in Rem­scheid Ver­ständ­nis dafür haben, wenn sie eine Lösung spä­ter rea­li­siert bekom­men, die aber dann die Bezeich­nung „Leucht­turm­ef­fekt“ wirk­lich ver­dient.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

gez.                                                                                                                  gez.
Tho­mas Brüt­zel                                                                                             Wal­traud Boden­stedt
stellv. Spre­cher der Rats­grup­pe                                                                 Spre­che­rin der Rats­grup­pe