Wal­traud Boden­stedt (W.i.R.) im BM-Gespräch über Ebert-Platz, Sport­flä­chen und Kli­ma­not­stand.

BM vom 26.09.2019 — VON HENNING RÖSER

Mit dem Gespräch mit Wal­traud Boden­stedt (Rats­grup­pe der Wäh­ler­ge­mein­schaft in Rem­scheid) endet die BM-Serie vor der ers­ten Rats­sit­zung nach der Som­mer­pau­se. Die The­men:

Kli­ma­not­stand Mit einem kla­ren Nein beant­wor­tet Wal­traud Boden­stedt die Fra­ge, ob es in Rem­scheid einen Kli­ma­not­stand gibt. Einem Antrag der Grü­nen für die heu­ti­ge Rats­sit­zung, in Rem­scheid den Kli­ma­not­stand aus­zu­ru­fen, wer­de die Wäh­ler­ge­mein­schaft nicht zustim­men. „Das ist rei­ne Sym­bol­po­li­tik, ein Hype. Wir müs­sen uns mit den Bür­gern über ein­zel­ne Maß­nah­men unter­hal­ten, die wir umset­zen kön­nen.“ Die W.i.R. ver­weist auf ein bereits 2013 vor­ge­leg­tes Kli­ma­pa­pier der Stadt. „Da wür­de ich ger­ne Bilanz zie­hen und fra­gen: Wo ste­hen wir, was müs­sen wir noch tun, was kön­nen wir noch umset­zen?“

Ebert-Platz Als „Schritt nach vorn“ für Rem­scheid bewer­tet die Rats­frau grund­sätz­lich die Plä­ne für die Umge­stal­tung des Ebert-Plat­zes. Die Idee, einen Teil davon als Stadt­platz abzu­tren­nen und umzu­ge­stal­ten, sei sinn­voll. „Aber es gefällt mir nicht alles. Ich bin kein Freund von die­sem Hockey-Schlä­ger.“ Die Ver­wal­tung argu­men­tie­re, dass nur zukunfts­wei­sen­de Din­ge vom Land geför­dert wür­den. Das müs­se man akzep­tie­ren. Sie spricht sich dage­gen aus, die Innen­stadt-Pro­jek­te Ebert-Platz und Allee­stra­ße gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len. Die Pro­jek­te der Revi­ta­li­sie­rung müss­ten hin­ter­ein­an­der abge­ar­bei­tet wer­den.

Sport­platz Neu­en­kamp / Frei­bad Esch­bach­tal Einen Kauf des Sport­plat­zes Neu­en­kamp durch die Stadt lehnt Boden­stedt ab und ver­weist auf Aus­sa­gen der Bezirks­re­gie­rung, dass es dafür kei­ne För­der­gel­der geben wird. „Wir haben genug Kunst­ra­sen­plät­ze“, sagt sie mit Blick auf den Wunsch des BV 10, dort einen neu­en Belag zu bekom­men. Das Frei­bad Esch­bach­tal hält sie für erhal­tens­wert. „Wir müs­sen schau­en, wie wir mit För­der­pro­gram­men die Tech­nik saniert bekom­men, damit das Bad nicht stän­dig schlie­ßen muss.“

OB-Kan­di­dat Ob die Wäh­ler­ge­mein­schaft einen eige­nen Kan­di­da­ten für die OB-Wahl auf­stellt, soll im Janu­ar ent­schie­den wer­den. „Wir möch­ten auch wis­sen, wer für die CDU kan­di­diert“, sagt Wal­traud Boden­stedt. Ihre pri­va­te Mei­nung zum The­ma: „Wir haben einen her­vor­ra­gen­den Ober­bür­ger­meis­ter, der sehr enga­giert für die Stadt arbei­tet.“ Die Zusam­men­ar­beit im losen Bünd­nis mit SPD, Grü­nen und FDP funk­tio­nie­re gut. Bera­tun­gen habe es auch mit der CDU immer mal wie­der zu ein­zel­nen The­men gege­ben. Die Abstim­mung sei aber sehr schwie­rig.

DOC „Ich bin immer noch posi­tiv gestimmt“, sagt Wal­traud Boden­stedt. Was ihr Sor­gen mache, sei, „dass die Gerich­te nicht in die Pöt­te kom­men“.

Bau­de­zer­nent Mit Peter Hein­ze sei neu­er Schwung in den Bereich Stadt­ent­wick­lung, Bau­en und Wirt­schafts­för­de­rung gekom­men, sagt die Rats­frau der Wäh­ler­ge­mein­schaft. „Wir kön­nen sei­ne Aus­füh­run­gen bes­ser nach­voll­zie­hen.“ Hein­zes Vor­gän­ger Robin Denstorff habe viel gespro­chen, „aber ich habe kein Wort ver­stan­den“. Nach­denk­lich mache sie die Per­so­nal­si­tua­ti­on in Hein­zes Dezer­nat. „Wir kön­nen da kei­ne Pro­jek­te hin­ge­ben, weil da kei­ner ist, der das bear­bei­ten kann.“ Das sei umso ärger­li­cher, weil das Ampel Plus-Bünd­nis zuletzt vie­le Pro­jek­te im Bereich der Stadt­ent­wick­lung, etwa zu Wohn­bau­flä­chen, ange­sto­ßen habe.