Weniger ist oft mehr!

Weniger ist oft mehr! 26.11.2010

 
 
W.i.R. haben uns erlaubt, an unsere Ratskollegen von den Fraktionen der Gestaltungsmehrheit (SPD, FDP und Grüne)  folgenden Brief zu schreiben
 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Presse (RGA 19.11.2010) war zu lesen, dass die drei Bürgermeister, Frau Hein und die Herren Krebs und Schichel, rund 160 Repräsentationsverpflichtungen in den zurückliegenden zwölf Monaten in Vertretung für Frau Oberbürgermeisterin Wilding wahrgenommen haben. Also, pro Woche gerade einmal eine Verpflichtung. Da diesen Zahlen nicht widersprochen worden ist, gehen W.i.R. davon aus, dass die Zahlen richtig sind.
 
Sie, sehr geehrtes Ratsmitglied, haben im letzten Jahr für die Ernennung eines dritten Bürgermeisters gestimmt. Heute wissen wir, welche (geringe) „Auslastung“ die drei Bürgermeister haben. Das hätten auch 2 Bürgermeister geschafft. Rund 1 ½ Verpflichtungen für 2 statt drei Bürgermeister sind sicherlich nicht zu viel verlangt.
 
W.i.R. bitten Sie Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. In Anbetracht der desolaten Finanzlage erscheint es für uns nicht vermittelbar, dass der Bürger für einen Besuch des zweiten oder dritten Bürgermeisters rund 150 € aus Steuermitteln aufzuwenden hat. Übernimmt der erste Bürgermeister einen Termin liegen die Kosten sogar bei rund 300 € pro Besuch.
 
Sprechen Sie bitte das Thema in Ihren Fraktionen neu an. Zeigen Sie Stärke. Einen Fehler kann man jederzeit korrigieren.
 
 
P.S.: Das Angebot unserer stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Waltraud Bodenstedt, einen Teil der Repräsentationsverpflichtungen symbolisch für 1 € zu übernehmen, besteht heute noch. Wenn sich weitere der 53 Ratsmitglieder bereit erklären würden, könnten mit nur noch einem Bürgermeister auf einen Schlag rund 12.000 € pro Jahr gespart werden.
 
Wer sich die Aufwandsentschädigungen noch einmal genauer ansehen möchte, findet diese in der Entschädigungsverordnung NRW