VHS – Politik gibt

VHS – Politik gibt
RP - Bergische Morgenpost vom 11.01.2018

Die Fraktionen im Kulturausschuss konnten sich nicht darauf verständigen, der Verwaltung einen Auftrag zu erteilen, bei der Neuverteilung der verschiedenen Ämter darauf zu achten, dass die Volkshochschule im Ämterhaus ihr Domizil behalte. Die W.i.R. hatte einen entsprechenden Auftrag eingereicht. CDU, SPD und FDP wollten diese Problematik in ihren Fraktionen besprechen und abwarten, welches Konzept die Stadtverwaltung vorlegt. Kulturausschuss-Vorsitzender Karl-Heinz Humpert sagte, es sei noch keine Entscheidung gefallen und betonte, seine Fraktion sehe die VHS als Teil des Kommunalen Bildungszentrums mit Musik- und Kunstschule sowie der Zentralbibliothek. Die Einheit sollte auch erhalten bleiben.
Fritz Beinersdorf (Die Linke), unterstützt von den Grünen, hätte es lieber gesehen, wenn der Fachausschuss der Verwaltung schon mal die Richtung vorgebe. Er erinnerte daran, dass in der Sitzung des Kulturausschusses im Dezember Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, ein alarmierendes Szenario aufgezeigt habe, in dem die VHS das Ämterhaus verlassen könnte. „Die Politik kann doch bestimmen, in welche Richtung es läuft. Da müssen wir nicht auf ein Konzept warten“, sagte Beinersdorf. Nicole Grüdl-Jakobs sagte diesmal nur, es sei bisher kein weiterer Beschluss gefallen. Als Messlatte für einen Umzug der VHS hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im Neujahrs-Interview mit der Bergischen Morgenpost drei Kriterien genannt: Qualität, Erreichbarkeit und Nachhaltigkeit.

Autor: cip