Stadt richtet weitere Tempo-30-Zonen ein

Stadt richtet weitere Tempo-30-Zonen ein
RGA - Remscheider General-Anzeiger vom 22.12.2017

An Seniorenheimen und Kindertagesstätten.

Remscheid bemüht sich seit Jahren darum, das Tempo der Autos überall dort zu senken, „wo verstärkt schwache Teilnehmer am Verkehr teilnehmen“ – also generell Fußgänger und insbesondere Kinder, Senioren und Kranke. Die erneuerte Straßenverkehrsordnung macht es rechtlich einfacher, Tempolimits zum Schutz schwacher Verkehrsteilnehmer anzuordnen.

Die Überprüfung bestehender Regelungen in der Stadt ergab, dass vor allen Grund- und Förderschulen sowie Kliniken „Tempo 30 km/h“ angeordnet ist. Kindertageseinrichtungen liegen auch fast alle in solchen Zonen. Vor folgenden Einrichtungen will die Stadt kurzfristig und befristet – 7 bis 17 Uhr – nun Tempo 30 anordnen: Ringstraße 34, Nordstraße 4 und Burger Straße 81. Nicht notwendig sei das Am Eichholz 8, wo die Einrichtung 50 Meter von der Straße entfernt liegt.

Stadt prüft Antrag, vier Zonen wegzulassen

Senioren- und Pflegeheime liegen auch oft in Tempo-30-Zonen. Für folgende Häuser will die Verwaltung noch – unbefristet – Zonen einrichten: Haus am Park, Hastener Straße 27, Haus Clarenbach, Remscheider Straße 53-55, Awo-Seniorenzentrum an der Burger Straße und Bereich Bliedinghauser Straße, Bergische Alten- und Pflegeeinrichtung, Vieringhausen 64, Seniorenwohnanlage, Bliedinghauser Straße 22, Ginkgo-Haus, Nordstraße 74, Seniorenwohnanlage, Bismarckstraße 111-113.

Wochentags (8 bis 16 Uhr) gilt Tempo 30 vor den Tagespflegeeinrichtungen Blumen- und Hammesberger Straße. Die Stadt wird das überall, wo möglich, kontrollieren.

Die WiR-Fraktion hat beantragt, diese Anordnung in vier Bereichen zu überprüfen: Kita an der Burger Straße 81, weil dort ähnliche Gegebenheiten vorlägen wie Am Eichholz; beim Awo-Seniorenzentrum, Burger Straße 105, und den Anlagen Bliedinghauser und Bismarckstraße. Waltraud Bodenstedt argumentierte, dass sich diese drei Einrichtungen in unmittelbaren Kreuzungsbereichen befinden. Dort sehe sie die Gefahr, dass es bei einer Reduzierung auf 30 km/h nicht zu einer zügigen Räumung der Kreuzungsbereiche käme und Rettungsfahrzeuge nicht zügig vorankämen.

Sollte es bei dem jetzigen Vorschlag bleiben, „bliebe zu überlegen, ob nicht mit Blick auf das Thema Schilderwald die Burger Straße von der Einmündung Mannesmannstraße bis zum Ende des Krankenhaus-Grundstücks ohne zeitliche Befristung umzuwandeln wäre“.

Autor: Thomas Wintgen

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