BV Alt-Remscheid diskutiert über Tunnel am Ebert-Platz. Politiker fordern Ideen.

BV Alt-Remscheid diskutiert über Tunnel am Ebert-Platz. Politiker fordern Ideen.
RGA - Remscheider General-Anzeiger vom 14.12.2017

SPD hält „Schülerbrücke“ für denkbar

Noch ist kein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Die Unterführung am Friedrich-Ebert-Platz bleibt ein kontrovers diskutiertes Thema, für das die Bezirksvertretung Alt-Remscheid noch keine Antworten parat hat. Baudezernent Peter Heinze erläuterte bei der BV-Sitzung am Dienstagabend im Werkzeugmuseum, dass die Verkehrsplanung für die Elberfelder Straße in die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes einfließe. Ergebnisse sollen im März, das überarbeitete Verkehrskonzept im Sommer 2018 vorliegen.

Die Verwaltung sieht eine Fußgängerampel als sicherste Lösung für Fußgänger. Heinze nannte die Vorteile einer überirdischen Lösung: Im Gegensatz zum Tunnel unter der Elberfelder Straße vor dem Ämterhaus herrsche Barrierefreiheit, der Angstraum für viele Bürger würde nach zwei Überfällen dieses Jahr beseitigt und eine fußgängerfreundliche Lichtzeichenanlage geschaltet.

Rosemarie Stippekohl (CDU) hielt es für das Beste, den „Tunnel vorerst zu erhalten“, nicht zuletzt, weil „Schüler die Art hätten, nicht unbedingt die Ampel zu benutzen“. Eine Ansicht, die auch Alexander Ernst (WiR) teilte. Stippekohls Vorschlag lautete: Videoüberwachung im Tunnel installieren, um das Sicherheitsgefühl der Passanten zu erhöhen und für eine entsprechende Lichtgestaltung sorgen.

Die SPD propagiert mehr Ideenreichtum in der Debatte. Sven Wolf, Fraktionschef der Ratsfraktion, hatte in einer Pressemitteilung vor der Sitzung moniert: „Bislang hören wir immer, was nicht geht.“ Wie BV-Vorsitzender Otto Mähler, forderte er die Stadtverwaltung dringend auf, mehr Kreativität bei ihren Überlegungen zu entwickeln. Wichtig ist der SPD die Meinung der am meisten Betroffenen, der EMA-Gymnasiasten. Nächsten Dienstag will Otto Mähler in die Schule gehen, um sich mit Jugendlichen über deren Sicht zum Tunnel zu unterhalten. Dabei könnte er der Frage nachgehen, die Lothar Schiffer (FDP) aufwarf: „Ist gezählt worden, wieviele Schüler durch den Tunnel gehen und wer über die Straße läuft?“

Mähler brachte in der Sitzung den Vorschlag ins Gespräch, eine „Sprinterbrücke“ über die Elberfelder Straße zu bauen. „Eine solche Ergänzung müsste nicht zwingend barrierefrei, sondern könnte ausschließlich für die Schüler der EMA geeignet sein.“

Peter Heinze bringt Kreisverkehr an Elberfelder-/Ludwigstraße ins Spiel
Außerdem, findet Otto Mähler, sollte über eine Tieferlegung der Elberfelder Straße nachgedacht werden. Der Bezirksbürgermeister könnte sich auch eine Straßenverengung vor dem Ämterhaus vorstellen, die auf beiden Seiten den Verkehr auf eine Fahrspur reduziere und die Fahrzeuge für ein paar Meter auf Schrittgeschwindigkeit drossele. An dieser Stelle könnte ein sicherer Fußgängerübergang entstehen.

Peter Heinze brachte in der BV einen Kreisverkehr ins Spiel, der an der Einmündung Elberfelder-/Ludwigstraße entstehen könnte. Insgesamt, so resümierte Mähler zur Tunnel-Debatte: „Wir stehen erst am Anfang.“ Aber: „Es muss jetzt etwas passieren.“

Autor: Andreas Weber

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