Müssen W.i.R. die Grünen vor einer Fehleinschätzung bewahren?

Müssen W.i.R. die Grünen vor einer Fehleinschätzung bewahren? 11.06.2014

Offener Brief der W.i.R. an

Beatrice Schlieper

Sehr geehrte Frau Schlieper,

in Bezug zu Ihren öffentlichen Äußerungen möchten wir Sie gerne vor einer schweren Fehleinschätzung bewahren: es ist richtig, dass sich das Personal der W.i.R. im Stadtrat verändert hat, falsch aber ist die Annahme, dass W.i.R. in diesem Zusammenhang unsere Überzeugungen geändert haben. Die W.i.R. hat die Arbeit ihrer Fraktion – insbesondere Ihres Vorsitzenden Wieland Gühne und Ihres Geschäftsführers Roland Kirchner - in den letzten fünf Jahren gemeinsam getragen. Und das gilt auch für unsere Stellungnahmen zum Bau der Moschee an der Weststraße, insbesondere zum öffentlichen Ruf des Muezzin.

So sind W.i.R. auch weiterhin der Überzeugung, dass Toleranz nichts Einseitiges ist und gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme der beste Weg zu einer integrierenden Stadt darstellen. Und so wie wir für den Bau einer Moschee in der Weststraße und das uneingeschränkte Recht auf freie Religionsausübung sind, so freuen wir uns auch über den Verzicht auf den Muezzinruf und hätten dies gerne justiziabel festgelegt, um begründeten Befürchtungen der Anwohner gerecht zu werden – denn auch denen gebührt unser Respekt und unsere Toleranz.

Und W.i.R. bleiben dabei, dass W.i.R. den Weg der zweiseitigen gelebten Rücksichtnahme für den besten Weg halten, um Extremismus von jeder Seite den Nährboden zu entziehen.

Sehr geehrte Frau Schlieper, falls diese Haltung für Sie ein Problem darstellt, ist das Ihre persönliche Sache und Entscheidung und Sie müssen daraus Ihre Schlüsse ziehen.

W.i.R. können das aushalten. Und werden uns im neuen Rat pragmatisch für die Fortsetzung des auch von Ihnen eingeschlagenen Konsolidierungskurses einsetzen.

Allerdings halten wir es auch für sinnvoll, wenn sich die demokratischen Parteien und Gruppierungen noch einmal selbstkritisch mit der bisherigen Strategie gegen Rechtsaußen auseinandersetzen würden.

gez.
Thomas Brützel
1. Vorsitzender
gez.
Waltraud Bodenstedt
Gruppensprecherin




Kommentare

Erschreckend, wie lange sich

Erschreckend, wie lange sich so ein Thema -Muezzinruf- im Raum hält.
Was sich Frau Sch. mit ihrer Aussage zur W.I.R. da geleistet hat, war u. ist genau dass, was man den (zugegeben bescheuerten) polit. Gegenüber unterjubeln will - Ignoranz. Denn die Anwohner haben da einen eigenen Standpunkt. (Wir sind Stachlhausen)
Aber anstatt zu meckern, hier mein ernstgemeinter u. für D warscheinlich einmaliger Vorschlag :
Läuten die Glocken - Ruf des Muezzin.
Was sagt denn da unser hiesiges Bodenpersonal Gottes dazu ?
Müßte ihnen doch gefallen, wenn man die Verbundenheit derer sieht u. liest.
Sollte ich jetzt lieber......?
Liebe W.I.R., auch wir habe euch gewählt. Jedoch nicht als viertes (fünftes) Rad am Wagen u. Mehrheitsbeschaffer für jene, welche bis jetzt schon Zeit hatten für Veränderungen u. als Grüne/Gelbe noch die Wahlverlierer in RS sind. Diese Ampelei erinnert irgendwie an Hessen/Ypsilanti.
Wahlversprechen sind nur Schall u. Rauch. Zumal RS gar kein Geld für die Realisierung dieser hat. (Pleitestadt u. neu dazu noch den Gewerbesteuereinbruch..?!)
mfg

Wenn Frau Schlieper nun

Wenn Frau Schlieper nun ernsthaft etwas möchte, für sich, ihre Partei und die bis dato gestaltende Mehrheit, dann wäre es doch an ihr, den ersten Schritt zu tun. Um miteinander statt übereinander die vielleicht gar nicht so weit entfernten Positionen zu diskutieren. Dass sie jedoch seit langem den Zement in Richtung W.i.R. angerührt hat, um keinen
Preis mehr mit ihr und zwar mit allen Fraktionsmitgliedern sprechen wollte, entwickelt sich nun zur selbst gegrabenen Grube. Aber warum nicht miteinander reden? Alle Mitglieder der bisherigen W.i.R.-Fraktion warten garantiert mit Interesse auf eine Einladung.

.....warten auf was denn ?

.....warten auf was denn ? Bis der Zement bröckelt, oder ein Wachwechsel bei den Grünen passiert. Klingt alles nicht nach eigenem "Kopf hoch", sondern nach Bittstellerei. Vor allem der letzte Satz. Was sich ja schon durch die damalige Aussage von Frau Sch. erledigt hat
Also mal eigene Entscheidung treffen - mehr nicht. Hier liegt der Hund für den Wahlausgang der WIR begraben - Keine EIGENE Härte zeigen.
Ein plötzliches ROT/GRÜN/GELB (nachplakatieren) stand in keinem Wahlprogramm der zu wählenden Parteien. Hier geht es um ganz was anderes.
Da war man zu Ostzeiten mit deren 97,??% SED-Sieg noch ehrlicher. Bei denen wurden die Blockflöten (ua.FDP) im SED-Wahlergebnis gleich mit eingepreist.
Denk in an Remscheid
(mitlerweile) bei Tag u. Nacht.....mfg