Pressemitteilung der Stadtwerke

Pressemitteilung der Stadtwerke 07.04.2014

Prof. Dr. Thomas Hoffmann



Seit 1992 wird die Straßenbeleuchtung von den Stadtwerken Remscheid gewartet und gepflegt. Im Jahr 2001 übernahmen die Stadtwerke Remscheid die Straßenbeleuchtung von der Stadt Remscheid und damit ein über 422 km langes Leitungsnetz, 546 Schalt-schränke und 10.171 elektrische Leuchten. Im letzten Jahrzehnt wurde das Beleuchtungsnetz kontinuierlich saniert, modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Der Einsatz von leistungsstarken und energieeffizienten Beleuchtungssystemen spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn grundsätzlich wird das Ziel verfolgt, die Lichtintensität zu erhöhen und gleichzeitig den Energie-verbrauch – und damit die Kosten – zu senken. Heute umfasst das Straßenbeleuchtungssystem in Remscheid eine Kabelleitungslänge von 437 Kilometern, mit 542 Schaltschränken und über 11.000 elektrischen Leuchten. Seit der Übernahme der Straßenbeleuchtung in 2001 durch die Stadtwerke Remscheid GmbH (später durch die EWR GmbH) ist das lokale Energiedienstleistungsunternehmen für die Beleuchtung der Remscheider Straßen verantwortlich und optimiert kontinuierlich den Energieverbrauch und die Lichtausbeute.

Ein wichtiges Element zur Energieeinsparung bei der Straßenbeleuchtung ist die Wahl der Lampentechnologie. Wichtige Kriterien sind dabei Lichtausbeute und Langlebigkeit. Besonders ineffizient waren die sogenannten Quecksilberdampflampen. Von 2001 bis 2010 wechselte die EWR daher kontinuierlich ineffiziente Systeme aus und ersetzte insgesamt 1.912 Quecksilberdampflampen und 2.121 Leuchtstoffröhren durch moderne energiesparende Alternativen, wie z. B. Natriumdampflampen oder Kompaktleuchtstofflampen. Mit dem Austausch der alten Quecksilberdampflampen durch die neuen und energieeffizienten Leuchtsysteme wurde in Remscheid eine Verbesserung der Lichtausbeute von 13 % erreicht. Die spezifische Energieeinsparung pro Lampe lag bei über 10 %. Im Juni 2010 wurde die letzte ineffiziente Quecksilberdampflampe durch die EWR GmbH aus dem Netz genommen. Damit zählte Remscheid in 2010 zu den ersten Kommunen in Deutschland, welche diesen Schritt geschafft hatten.

In den vergangenen drei Jahren wurden mehr als 800 weitere Leuchten auf energieeffiziente Systeme umgerüstet, so dass von 2001 bis heute rund 45 Prozent aller Leuchten in Remscheid modernisiert wurden.

In der Altstadt Remscheid-Lennep wurde im Jahr 2011 von der EWR ein erstes LED-Projekt gestartet. Zielsetzung war, mit den neuen LED-Lampen modernste Technologie mit historischem Design zu verbinden. Das Erscheinungsbild der LED-Leuchten wurde den alten Gaslaternen nachempfunden. Der LED-Einsatz für die Lenneper Alt-stadt ist dem Original täuschend ähnlich, weil auch die Apparate für den Gas-Zündmechanismus nachgebaut wurden, obwohl sie für Stromtechnik keine Rolle spielen. Die EWR brachte insgesamt 20 historische Leuchten mit der neuen Technologie im Bereich Alter Markt und an der Neugasse an. Die installierte Leistung hat sich pro Lichtpunkt auf 24 Watt reduziert. Das sind 50 % Energieeinsparung gegenüber den bisher eingebauten Kompaktleuchtstofflampen. Ins-gesamt wurden mit der LED-Technik gut 1.000 kWh pro Jahr im Rahmen dieses Pilotprojektes eingespart. Die Untere Denkmalbe-hörde hat die Kombination von moderner Technik und historischem Design als sehr gelungen bewertet.

Im Januar dieses Jahres stellte die EWR GmbH die Straßenbeleuchtung an zwei Straßen in Remscheid auf LEDs um, ein Teilstück der Neuenkamper Straße (28 neue Leuchten (im Bereich vom Möbelhaus Knappstein bis zum Baumarkt Bahr) und der Industriestraße (im Bereich Bismarckstraße bis zum Ende der Industriestraße). Die mehr als 30 Jahre alten Siemens-Kofferleuchten (Natriumdampf-Hochdrucklampen) an der Neuenkamper Straße hatten einen Anschlusswert von 450 W je Leuchte. Die neuen LED Leuchten haben einen Anschlusswert von 259 W je Leuchte und sind mit je 200 LEDs bestückt. In den verkehrsarmen Nachtstunden kann die Leistung nochmals um die Hälfte reduziert werden. Die LEDs haben gegenüber der konventionellen Technik eine höhere Lebensdauer bei gleicher Lichtstärke. Die alten Leuchten strahlten gelbes Streulicht und die neuen LEDs jetzt gerichtetes weißes Licht aus. Damit wird das Straßenbild spürbar natürlicher wahrgenommen. Mit diesem Projekt möchte die EWR GmbH eigene, praxisbezogene Erfahrungen auf dem Gebiet des Einsatzes von LEDs an Hauptverkehrsstraßen sammeln, weil bisher noch keine Erfahrungen über die Lebensdauer von LEDs unter realen Umwelt-einflüssen existieren. Die von den Herstellern angegebenen technischen Parameter basieren lediglich auf Labortests. „Mit den neuen LED-Leuchten werden bei insgesamt 4.000 Brenn-stunden jährlich 30.000 KWh Energiekosten eingespart. Das bedeutet eine Energieeinsparung von 60 Prozent bei gleicher Lichtintensität. Zusätzlich wird durch das gerichtete weiße Licht die Beleuchtungsqualität verbessert“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH.

Im Jahr 2014 sowie in den Folgejahren wird die EWR GmbH weiterhin „helle Ideen“ entwickeln und z. B. alle restlichen Leuchtstoffröhren – das sind insgesamt rund 500 Stück – durch neue und effiziente Systeme ersetzen. Dabei werden moderne Beleuchtungssysteme zum Einsatz kommen, um Remscheid in hellem Licht erstrahlt zu lassen und gleichzeitig Energie und Kosten einzusparen sowie die Um-welt zu schonen. „Die EWR GmbH setzt bereits seit langem auf eine Nachhaltigkeits-strategie, die auch auf den Einsatz energiesparender Technologien und deren effiziente Nutzung ausgerichtet ist. Der Einsatz der neuen energieeffizienten Beleuchtung in Remscheid ist ein gutes Beispiel hierfür“, betont Hoffmann.









Kommentare

Schon vor 9 Jahren haben wir

Schon vor 9 Jahren haben wir der Verwaltung vorgeschlagen, die Lichtzeichenanlagen auf LED-Technik umzurüsten. Lesen Sie hier die Antwort.

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