Bankrotterklärung

Bankrotterklärung 12.12.2013

Leserbrief von Michael Heimlich, Remscheid ( in der Bergischen Morgenpost)

„Wir werden das DOC nicht verhindern können“, so die Feststellung eines Mitgliedes der W.i.R.. Unabhängig davon, wie es die W.i.R. mit dem „Wir“ gemeint hat: Lokalpolitiker haben die Aufgabe, sich für die Interessen und Lebensqualität der hier in Remscheid wohnenden Bürger mit durchdachten Entscheidungen einzusetzen. Fehlen ausreichende Informationsunterlagen, gibt es begründete Zweifel an den Gutachten sowie der Validität der dort hinterlegten Grundannahmen. So ist aus heutiger Sicht eine Entscheidung für den Verkauf der betroffenen Grundstücke klar abzulehnen, auch oder gerade vor dem Hintergrund, dass der Investor mit „Drohgebärden“ eine künstliche Dringlichkeit erzeugt. Das W.i.R.- Statement jedenfalls grenzt an eine lokalpolitische Bankrotterklärung.

Mein Fazit: Wenn es schon die Lokalpolitiker blamablerweise nicht schaffen oder nicht gewillt sind, ein DOC in Lennep zu verhindern, dann kann als letzte Instanz nur noch der Bürger selbst sein Schicksal in die Hände nehmen. Das heißt für mich: Mandatsentzug bei der Kommunalwahl für alle diejenigen Parteien und Gruppen, die nicht in der Lage sind, dieses „DOC-Projekt“ mit gravierenden ökologischen Folgen und Vernichtung von Lebensqualität in unserem Stadtteil und Remscheid zu stoppen. Als einzelner werde ich dieses mit dieser „roten Karte“ auch nicht verhindern, aber eine solche Reaktion auf breiter Basis wird ein Umdenken herbeiführen.

Kommentare

Sehr geehrter H. Heimlich,

Sehr geehrter H. Heimlich, Ihr Standpunkt in Ehren. Nur leider sind es nicht (mit Ausnahme einer kleinen Gruppe ua. Lütterkusener "Denkmalbeschützer") der Großteil lokale Politiker, welche ein DOC an der Blume verhindert haben. Jedoch ein Teil dieser Mitverhinderer sitzen genau dort, woher der polit. korrekte Wind zur Nicht/Bebauung pfiff u. pfeift - in Düsseldorf u. haben nun Selters oder Sekt in das Zentrum von Lennep getragen. (um nicht zu sagen Pest oder Cholera, was aber nicht mein Standpunkt ist) Also politisch, da gesetzeskonform korrekt. Schließlich wurden die Mandatsträger für ihr polit. Tun vom Bürger gewählt. Wenn es nun dazu kommen sollte, dass eine Mitgliederbefragung in jeder vertretenen Partei die Lösung sein soll, (wie bei der SpD zur GROKO) zeigt dies nur die Unmündigkeit u. Ratlosigkeit eines Wahlvolkes durch ihre Führung. Schließlich kann man auch nicht Verträge ändern, wenn die Konditionen innerhalb eines festgelegten Zeiraumes nicht mehr mundgerecht sind. H.Heimlich, ...welche Partei/Fraktion bleibt eigentl. übrig, wenn die Bürger den "bauwilligen" Mandatsträgern die rote Karte zeigen sollen, bei einer übrigbleibenden Gruppe, die gerade mal ca. 6% erreicht.... ? Oder irre ich? mfg

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