Ältere sind in Sorge

Ältere sind in Sorge 17.10.2013

Leserbrief von Berthold Höhler, Remscheid (in der Bergischen Morgenpost)

Lange Wartezeiten ist kein Einzelfall, sondern seit Monaten Gesprächsthema der Patienten und Angehörigen. Mir ist ein ähnlicher Fall von meinen Nachbarn beschrieben worden, wo sein Vater nach vier Stunden Wartezeit akute Luftnot bekam und sein schlechter Zustand bei der Anmeldung nicht zur Kenntnis genommen wurde. Wann unternehmen die Verantwortlichen des Sana-Klinikums endlich etwas? Ich kann aus langen Jahren im Rettungsdienst nur sagen, dass die Verunsicherung von älteren und kranken Bürgern immer größer wird und bei Bestellungen von Krankenfahrten und Notfalleinweisungen immer öfter die erste Frage ist: „Fahren sie mich auch in ein auswärtiges Krankenhaus?“ Oder der direkte Hinweis, ich will aber nicht ins Sana-Klinikum! Dieses ist ein Problem geworden für alle, die mit kranken Menschen in Remscheid zu tun haben(Rettungsdienste, Krankentransporte, Pflegedienste, Altenheime). Es ist aus meiner Sicht unverständlich, dass die Versorgung in anderen Klinken in einer angemessenen Zeit erfolgen kann, nur in Remscheid müssen die Patienten sich im einzigen Allgemeinkrankenhaus alles gefallen lassen. Aber wie in Ihrem Artikel beschrieben, ist auch mein Brief kein Angriff auf das Personal, sondern ein Angriff auf die Organisationsstrukturen, die von der Geschäftsleitung zu vertreten sind. Ich hoffe, dass keiner durch die Absicht, nicht ins Sana Klinikum fahren zu wollen, ernsthaft Schaden erleidet.