Verlegung des Stadions an den Standort Hackenberg im Rahmen der Errichtung des geplanten DOC

Verlegung des Stadions an den Standort Hackenberg im Rahmen der Errichtung des geplanten DOC 28.04.2013

Stadt Remscheid, Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft, Ludwigstraße 14, 42853 Remscheid

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch eine Verlegung des Stadions an den Standort Hackenberg im Rahmen der Errichtung des geplanten DOC befürchten wir als Anwohner im reinen Wohngebiet Johann-Scheibler-Strasse eine erhebliche Beeinträchtigung unserer Wohnqualität und Minderung des Wohnwertes.

Die folgenden Bedenken bzw. Fragen und Probleme möchten wir daher bereits im Vorfeld ansprechen:

1. Lärmschutzkonzept: Nach derzeitigem Planungsstand stellt es sich so dar, dass nur ein Teil des Stadions von einer Lärmschutzwand umgeben sein wird. Der Schallschutz würde demnach nicht die Häuser der Johann-Scheibler-Strasse erfassen, sondern nur den Bereich in Richtung Franckestraße.

2. Stark erhöhtes Verkehrsaufkommen durch An- und Abreise von Aktiven und Zuschauern. Im Falle einer Verlegung der derzeitigen Zufahrt zum Parkplatz H2O bzw. durch zusätzliche Einrichtung einer direkten Zufahrt zum Stadion weitere Lärmbelastung für die Anwohner.

3. Rahmenveranstaltungen: Im Laufe der Jahre wurden diese immer stärker ausgeweitet und es war festzustellen, dass der an sich schon großzügige ordnungsamtlich genehmigte Zeitrahmen überschritten wurde (Beispiel Pfingstturnier).

4. Ausweitung auf Freizeitveranstaltungen, z.B. Vereinsfeste, sogenannte Brauchtumsveranstaltungen, Konzerte usw.

5. Lärmentwicklung durch eine vermutlich notwendig werdende Parkpalette, darüber hinaus durch unbefugte außerplanmäßige Nutzung einer solchen Parkpalette (inoffizielle Parties mit Musik, wie auch bisher schon auf dem H2O-Parkplatz beobachtet, „Autorennen“, Skateraktivitäten etc.).

6. Bei Großveranstaltungen Behinderung der Anwohner bei der Erreichung ihres Wohnortes. Rettungskonzept im Not-/Katastrophenfall?

7. Verunreinigung und Zuparken der Anwohnerstraßen.

Wir sind überzeugt, dass die Stadt die entsprechenden notwendigen Maßnahmen unter Berücksichtigung der Maßgaben der Sportanlagenlärmverordnung (18.BImSchV) und der Freizeitlärmrichtlinie plant, möchten aber dennoch bitten, unsere folgenden Vorschläge zu den vorstehenden Punkten 1.-7. bei der Planung zu berücksichtigen:

Zu 1. Treffen aller erforderlichen baulichen Schallschutzmaßnahmen vor Inbetriebnahme der Sportstätten

Zu 2. und 3. - Häufigkeitsbegrenzung der Sonderveranstaltungen (incl. Turniere). - Information der zuständigen Polizeidienststellen über den zeitlichen Genehmigungsrahmen der entsprechenden Veranstaltung - Zeitliche Begrenzung der Trainingszeiten, insbesondere abends - Falls Schankerlaubnis erteilt wird, Begrenzung dieser auf 22 Uhr. - Schaffung einer zusätzlichen Haltestelle innerhalb des Stadiongeländes zwecks Vermeidung erhöhter Lärm- und Abgasentwicklung durch noch mehr Busverkehr. − Beibehaltung der bisherigen PKW-Ein- und Ausfahrt zum H2O als alleinige Stadionzufahrt. - Keine Freigabe der existierenden Busspur für PKW, Kontrollen

Zu 4. Nutzung alternativer Veranstaltungsorte

Zu 5. - Vollständiges Schließen und Überwachen der Parkpalette außerhalb der veranstaltungsrelevanten Zeiten - Überwachung durch Veranstalter, Ordnungsamt bzw. Polizei. - Belüftungsöffnungen der Parkpalette vom Wohngebiet abgewandt.

Zu 6: Schlüssiges Verkehrskonzept incl. schlüssigem Katastrophenschutzkonzept

Zu 7: Umwandlung des Wohngebietes Hackenberg zur Anliegerstraße Wir würden uns freuen, eine Eingangsbestätigung sowie soweit möglich eine Kommentierung zu den angesprochenen Punkten zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Joachim und Gisela Blum Johann-Scheibler-Str. 14,
Wolfgang und Martina Pospich Johann-Scheibler-Str. 16,
Bernhard Zscheile und Ursula Schneider Johann-Scheibler-Str. 18,
Jürgen und Christiane Ludlage Johann-Scheibler-Str. 20,
Peter und Pia Buschmann Johann-Scheibler-Str. 22,
Ralf und Henna Schnippering Johann-Scheibler-Str. 24

E-Mail Kopie an: Ordnungsamt Umweltamt Amt für Sport und Freizeit, CDU Remscheid, FDP Remscheid, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Remscheid, DIE LINKE Remscheid, SPD Remscheid, W.i.R. Remscheid

Kommentare

Hoffentlich nehmen die

Hoffentlich nehmen die Verantwortlichen die Hinweise der Bürger Ernst.