Pro Moschee – ohne Muezzinruf II - Toleranz braucht Verbindlichkeit!

Pro Moschee – ohne Muezzinruf II - Toleranz braucht Verbindlichkeit! 06.03.2012

Antrag zur Sitzung der Bezirksvertretung 1 am 13.03.2012 und des Haupt- und Finanzausschusses am 22.03.2012

Die W.i.R.-Fraktion beantragt, die Bezirksvertretung 1 und der Haupt- und Finanzausschuss möge die Verwaltung beauftragen, für den von der DITIB geplanten Moscheeneubau an der Weststraße eine vertragliche Regelung zu treffen, welche den öffentlichen Ruf des Muezzins dauerhaft ausschließt.

Begründung:

Der Träger der neu geplanten Moschee an der Weststraße hat mehrmals mitgeteilt, dass er den öffentlichen Ruf des Muezzins nicht durchführen wird. Um dies langfristig rechtlich verbindlich zu dokumentieren, ist eine vertragliche Regelung sinnvoll. Dabei ist es Sache der Verwaltung die Form der vertraglichen Regelung festzulegen.

Die W.i.R.-Fraktion unterstützt den Bau der Moschee an der Weststraße uneingeschränkt unter der Bedingung, dass ein sogenanntes „stilles Minarett“ umgesetzt wird.

Immer wieder, so zeigt sich bei vergleichbaren Projekten in anderen Städten, ist der öffentliche Ruf des Muezzins ein sehr emotional geführter Streitpunkt. Mit großer Erleichterung haben wir die Aussage des zukünftigen Betreibers, der DITIB, zur Kenntnis genommen, auf den öffentlichen Ruf des Muezzins an der neuen Moschee zu verzichten. Wir sind sicher, dass eine entsprechende, rechtlich verbindliche, vertragliche Regelung von großen Teilen der nichtmuslimischen Bevölkerung sehr positiv aufgenommen würde und zu einer deutlich breiteren Akzeptanz in der unmittelbaren Nachbarschaft und darüber hinaus führen wird.

Die W.i.R.-Fraktion hatte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 09.02.2012 ihren Antrag (Ausgabe I) vom 13.01.2012 ruhen lassen, um allen Beteiligten noch einmal Gelegenheit zu geben ihren Standpunkt zu überdenken.

Parallel dazu hatten W.i.R. der DITIB ein erneutes Gesprächsangebot gemacht, worauf (leider) bis zum heutigen Tage (02.03.2012) keine Reaktion erfolgte.

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Waltraud Bodenstedt
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende
gez.
Wieland Gühne
Fraktionsvorsitzender

Kommentare

> DITIB Bauherr Moschee Köln

> DITIB Bauherr Moschee Köln Ehrenfeld: Kein Verzicht auf Muezzin - verbindliche Zusage gebrochen > > Express 02 September 2007 > > Entgegen verbindlicher Zusagen in der Vergangenheit sagte der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), Sadi Arslan, in einem Interview mit dem Kölner Express, dass nicht beabsichtigt sei, auf einen hörbaren Ruf des Muezzin außerhalb der Moschee zu verzichten. > > DITIB: Kein Verzicht auf Muezzin(..........) EXPRESS: Wird die Ditib in einem Vertrag auf den hörbaren Ruf des Muezzin verzichten? Arslan: Nein. Die Katholische Kirche hat sich in der Vergangenheit dazu verpflichtet, jeglichen Kontakt zu anderen Religionen zu unterlassen. Dies hat sich später als falsch erwiesen, musste in einem langwierigen Prozess korrigiert werden. Wir wollen einen solchen Fehler nicht wiederholen. Wer weiß, vielleicht wird irgendwann von der Bevölkerung der hörbare Ruf des Muezzin ja gewünscht. > Könnte hier der Schlüssel liegen? Dann scheint die Stadt einer Fehleinschätzung zur Glaubwürdigkeit der DITIB* unterliegen. Gerade deßhalb ist eine schriftliche Vereinbarung zwingend notwendig. Eigenlich müßte man doch mal mit der kath.Kirche sprechen....gelle mfg

Es wäre sehr schön, wenn die

Es wäre sehr schön, wenn die Fraktion W.I.R. uneingeschränkt unterstützen würde, ohne die Voraussetzung, sonst ist die Unterstützung nach meiner Meinung nur eine Entäuschung. Religionfreiheit für alle, das steht in unserem Gesetzbuch, das ist für mich das wichtigste Argument,deshalb bitte ich die Fraktion ihre Meinung nochmal zu überdenken.

@MetinGoecer Jeder kann der

@MetinGoecer Jeder kann der Religion seiner Wahl nachkommen. Diese Freiheit wird hierzulande gewährleistet. Im Unterschied zu vielen Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist. Diese Freiheit hat jedoch als logische Grenze die Freiheit der Anderen. Ein Muezzin-Ruf trägt die Religion in denn öffentlichen Raum. Nach einer Online-Befragung der Bergischen Morgenpost sind 96% der Befragten gegen einen Muezzin-Ruf. Das muss von der DITIB akzeptiert werden!

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Lesen Sie die Artikel aus der BM und des RGA zur Abstimmung in der Bezirksvertretung.

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Lesen Sie hier den aktuellen Leserbrief von Bardo Reinke.

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Lesen Sie hier den aktuellen Leserbrief von Ursel Schmidt.

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Lesen Sie hier den aktuellen Leserbrief von Felix Staratschek.

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Lesen Sie hier den aktuellen Leserbrief von Winfried Friemelt.

Die BV 1 Mitglieder haben in

Die BV 1 Mitglieder haben in Namentlicher Abstimmung wie folgt abgestimmt.

Acker, Erika Enthaltung, Blum, Volker  nein, Ernst, Alexander  ja, Götz, Michael  nein, Kötter, Markus  nein, Mähler ERnst Otto  nein, Paeslak, Sigmar  nein, Pillmann, Andreas  Enthaltung, Ouinting, Bernd  Enthaltung, Schiffer, Lothar  nein, Schlieper, Beatric  nein, Schmitz, Alexa nein, Stippekohl, Norbert  nein, Stippekohl, Rosemarie  nein, Uibel, Ilsedore  nein, Wagner, Stefan  nein, Wallutat, Philip nein, Wolf, Hans- Peter  nein
 

Auch der Haupt- und

Auch der Haupt- und Finanzausschuss hat gegen unseren Antrag gestimmt.

Die Mitglieder im Haupt- und

Die Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss haben in namentlicher Abstimmung wie folgt abgestimmt:

Wilding
nein
Krebs, Lothar
nein
Hein
nein
Schichel
nein
Beinersdorf
nein
Brink
nein
Edelhoff
nein
Gühne
ja
Haarhaus
nein
Jüttner
nein
Kunze-Sill
nein
Lüttinger
nein
Meinecke
nein
Schlieper
nein
Siegfried
nein
Stippekohl
nein
Schiffer
nein
Rühl
nein
Korff
nein

Eigendlich ist dass jetzt

Eigendlich ist dass jetzt (leider) ein Grund, Pro Nrw zu wählen. Da dieses Häufchen*genauso demokratisch legitimiert ist wie der etwas größere Linke*- Haufen, gibt es moralisch keine Unterschiede in der polit. Bewertung...außer, PRO hat wenigstens einen Standpunkt. Und den kann man bei anderen polit. u. religiösen Gruppierungen leider nicht mehr finden. Jetzt fehlt natürlich, dass die W.I.R als einzige "NEINSAGER" ebenfalls dem geistigen-rechten Brandstifterrand zugeschrieben wird. mfg

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