Ohne Fleiß kein ...

Ohne Fleiß kein ... 16.07.2009

W.i.R.-Fraktion an

Herrn Mehmet Genc

Sehr geehrter Herr Genc,

zuerst wollten W.i.R. auf Ihre Aussagen in der örtlichen Presse nicht eingehen. Wir hatten Verständnis über Ihren Frust hinsichtlich des gescheiterten Versuches mit Ihrer "Union der Vereine" bei der Kommunalwahl anzutreten. Diese Zurückhaltung löste sich jedoch auf, nachdem W.i.R. folgende Aussage des Fraktionsvorsitzenden der SPD, Hans Peter Meinecke, in der Presse gelesen hatten.

Zitat: "Herr Genc trat bei uns vor einem halben Jahr wie ein Clan-Chef auf und bot an, alle Türken in Remscheid würden SPD wählen, wenn zwei der vorderen neun Plätze auf der Reserveliste der SPD mit Migranten besetzt würden. Die wollte uns Herr Genc dann benennen!"

Diese Aussage hat uns erschüttert. Sie haben Ihren Landsleuten einen Bärendienst erwiesen, indem Sie, in einer für uns nicht zu überbietenden Dreistigkeit versucht haben die demokratischen Spielregeln zu unterlaufen. Es mag Länder geben wo so etwas möglich ist, in Remscheid jedoch nicht.

Und jetzt zu Ihren Aussagen zur Wählergemeinschaft:

Es ist richtig, dass Sie am 26.01.2009 mit einem Vereinskollegen zu Besuch in unserer Fraktion waren. Ziel des Gespräches sollte, nach Ihrem Wunsch, ein gegenseitiges Kennen lernen sein. Darüber hinaus sollten Ansätze gefunden werden, bei welchen Themen wir für die Integrationspolitik in Remscheid zusammenarbeiten könnten. Im Verlauf des Gespräches wurden Ihnen von unseren Mitgliedern einige Fragen zu Migrationsthemen gestellt, welche Sie nicht beantworteten konnten oder wollten. Für die W.i.R. Fraktion war das Treffen nicht besonders ergiebig.

Trotzdem wurde vereinbart, sich in ca. drei Monaten erneut zu treffen. Dieser Folgetermin sollte auf Einladung der "Union der Vereine" stattfinden. W.i.R. haben uns dann erlaubt Sie am 26.05.2009 an diese Vereinbarung zu erinnern. Außer der Antwort, dass Sie sich um einen Terminvorschlag kümmern wollen haben W.i.R. nie mehr etwas von Ihnen gehört. In keinem unserer Gespräche wurde auch nur ansatzweise über die anstehende Kommunalwahl, geschweige über Ihre Pläne und Wünsche gesprochen. Unterlassen Sie bitte in Zukunft diese unwahren Aussagen. W.i.R. gehen davon aus, dass es sich hier nur um einen einmaligen "Ausrutscher" handelt.

Um es klar zu sagen: Hätten Sie uns ein ähnlich unmoralisches Angebot wie der SPD gemacht, W.i.R. hätten Ihnen freundlich, aber sehr bestimmt einen angenehmen Heimweg gewünscht. Auch bei der W.i.R. gilt, alle Kandidaten für die Kommunalwahl sind von der Mitgliedschaft demokratisch gewählt. Gesetzte Kandidaten gibt es bei der W.i.R. nicht!

Für die Zukunft wünschen W.i.R. uns einen intensiveren Dialog mit der "Union der Vereine". Ganz allgemein möchten W.i.R. feststellen, dass bei der Wählergemeinschaft jeder mitarbeiten kann ohne Mitglied zu sein und selbstverständlich auf Basis der demokratischen Spielregeln.

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Wieland Gühne
Fraktionsvorsitzender
gez.
Roland Kirchner
Fraktionsgeschäftsführer




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