Siegfried: "Habe mein Bestes gegeben"

Siegfried: "Habe mein Bestes gegeben"
RP - Bergische Morgenpost vom 31.08.2009

Mit Applaus und Jubel- Pfiffen wird Beate Wilding um 21.45 Uhr im Ämterhaus empfangen, als sie die Treppe zum Foyer hinaufschreitet. Mit Rufen wie "Beate, Beate", herzlichen Umarmungen und einem roten, mit Sonnenblumen durchsetzten Blumenstrauß wird die Siegerin des Abends empfangen: Mit 46,4 Prozent hat die Oberbürgermeister-Kandidatin der SPD ihren Kontrahenten, Jochen Siegfried (45,0), und den dritten Bewerber Gunther Brockmann von der W.i.R. (8,6) aus dem Rennen geschlagen. Etwas knapper als die Zwischenergebnisse an diesem langen Wahlabend verheißen hatten. Müde wirkt sie, aber überglücklich.

"Ich bin unheimlich erleichtert", meint sie auf Nachfrage der BM. Nicht in der Menge ihrer Genossen hat sie das Kopf-an-Kopfrennen verfolgt, sondern in ihrem Büro im Kreise ihrer engsten Mitarbeiter. Erst als an ihrem Vorsprung nichts mehr zu rütteln ist, sucht sie die Öffentlichkeit im Ämterhaus. Einer der ersten Gratulanten zuvor, erzählt sie, war ihr ehemaliger Kontrahent Fred Schulz. Mit den Worten "musst du es denn immer so spannend machen" habe er sie zum Sieg beglückwünscht. Gegen 22 Uhr gab's dann auch Glückwünsche von Peter Jung, alter und neuer OB in Wuppertal.

Sie hoffe, dass sie mit allen Fraktionen zum Wohle Remscheids in einer schwierigen Zeit zusammenarbeiten könne, sagt Wilding. Aber es werde schwieriger als in den vergangenen fünf Jahren, meint sie angesichts der Sitzverteilung im Stadtrat mit sechs Fraktionen. "Aber jetzt wird erst mal gefeiert."

Enttäuscht, aber gefasst wirkt Jochen Siegfried: "Ich habe mein Bestes gegeben - der Souverän hat entschieden." Wichtig sei doch, dass die CDU die bestimmende Kraft in Remscheid bleibe. Für Analysen habe er den Kopf noch nicht frei, "in den vergangenen Wochen war alles auf die Wahl ausgerichtet".

Autor: Solveig Pudelski

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