Es gab viel Offenheit

Es gab viel Offenheit
RGA - Remscheider General-Anzeiger vom 29.08.2009

"Erfahrungen sind immer besser als Befürchtungen", findet Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz. Aus diesem Grund habe die Stadtverwaltung Mitglieder des Türkischen Kulturvereins an der Kremenholler Straße zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 10. September eingeladen.

In den Sommerferien waren im Vereinsgebäude rund 25 Kinder und Jugendliche zu einer Ferienfreizeit einquartiert, die als Probelauf für eine Koranschule dienen sollte. Der Vereinsvorstand hat jetzt einen Antrag gestellt, die Aufenthalte der Kinder dort regelmäßig zu etablieren. "Zunächst haben wir die Freizeit nur befristet, das heißt für drei Wochen in den vergangenen Sommerferien, genehmigt", berichtete Katharina Landorff, Sprecherin des zuständigen Landesjugendamtes in Köln, auf RGA-Anfrage.

"Diese Genehmigung hatte eine lange Vorlaufzeit von mehreren Monaten." Am Ende hätten türkische Eltern "Druck gemacht", weil sie die Freizeit für ihre Kinder unbedingt wollten. "Häufige unangekündigte Besuche haben gezeigt, dass wir es nicht mit einer Kindeswohlgefährdung zu tun haben", betonte Katharina Landorff.

Das bestätigt auch die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Thea Jüttner (CDU): "Bei unseren Besuchen stießen wir auf viel Offenheit von Seiten der Mitglieder." "Es waren doch WiR-Mitglieder dabei" Die Kritik der Wählergemeinschaft WiR, man habe die Öffentlichkeit nicht über das Vorgehen informiert, kann Jüttner nicht nachvollziehen: "Es waren doch auch WiR-Mitglieder bei den Begehungen in der Moschee dabei." Die Vorwürfe von WiR-Mann Gunther Brockmann bezeichnet Jüttner als "dilettantisch".

Mit einer Powerpoint-Präsentation wollen die Mitglieder des Türkischen Vereins die Auschussmitglieder über die Inhalte der Ferienfreizeit informieren. Anwesend wird auch ein Vertreter des Landesjugendamtes sein. "Sehr gespannt", so Burkhard Mast-Weisz, sei er auf die Inhalte. "Erst danach können wir mit dem Landesjugendamt entscheiden, ob die Freizeiten regelmäßig angeboten werden können oder nicht."

Autor: Anja Carolina Siebel

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