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Positionspapier der W.i.R. zur Musik- und Kunstschule Remscheid (MKS) 03/2011

Positionspapier der W.i.R. zur Musik- und Kunstschule Remscheid (MKS) 03/2011

Positionspapier der W.i.R. zur Musik- und Kunstschule Remscheid (MKS)

Grundsätzliches:

Für die Wählergemeinschaft ist die MKS eine der wichtigsten Sozial- und Bildungseinrichtungen für die Remscheider Kinder und Jugendlichen. Sie dient nicht nur der künstlerischen und musikalischen Ausbildung, sie ist gleichzeitig auch ein Jugendtreff mit hoher sozialer Bindung und Kompetenz.

Aufbauend auf eigenen Vorstellungen, Gesprächen mit Betroffenen sowie dem Gutachten von Peter Hellwig vom 25.11.2010 gibt es aus Sicht der W.i.R. vier grundsätzliche Szenarien:

Szenario I
Weiterführung der MKS unter dem Dach der Verwaltung mit folgenden Sofort-maßnahmen:

  1. Einsatz eines betriebswirtschaftlich ausgerichteten Leiters, sinnvollerweise aus dem Fundus der rund 1.700 Mitarbeiter der Verwaltung, evtl. in Teilzeiteinsatz, zeitlich begrenzt. Implementierung eines Controllings und Umsetzung eines Berichtswesens
  2. Verbesserung der Einnahmesituation, Optimierung des Kursangebotes und der Auslastung der Festangestellten gemäß Gutachter
  3. Konsequentes Umschichten auf Honorarkräfte, Abbau der Wartelisten
  4. Drastische Reduzierung der Mietkosten bis zum Verkauf der Bökerschen Villa (100 T€)
  5. Herausnahme der „politischen Kosten“ für Sozialtarif und Geschwisterkinder (Ermäßigung 120 T€) aus dem Defizit der MKS. Diese Position gehört in den Sozialetat.
  6. Suche nach zusätzlichen Zuschussgebern bzw. Trägerverein (Beispiele: IHK übernimmt die betriebswirtschaftlichen Arbeiten, Vaillant MKS)
  7. Steuermodelle untersuchen (Solinger Weg)

Szenario II
Weiterführung der MKS als von der Verwaltung getrenntes eigenständiges (eigen-verantwortliches) Unternehmen. Beispielsweise als gGmbH

  1. Zeitnahe Klärung der steuerrechtlichen, finanztechnischen und personellen Konsequenzen (laut Verwaltung bis zu einem Jahr!?)
  2. Übernahme aller Aktivitäten wie unter Szenario I beschrieben

Szenario III
Überführung der MKS in eine private Trägerschaft

  • Aus Sicht der W.i.R.-Fraktion ist dieser Vorschlag abzulehnen, da der städtische Einfluss auf das Programm und die langfristige Ausrichtung der MKS gegen Null geht. Des Weiteren würde bei einer Insolvenz des Trägers die Stadt ohne MKS sein.

Szenario IV
Ersatzlose Auflösung der MKS

  • Aus Sicht der W.i.R.–Fraktion keine akzeptable Lösung da die MKS für uns zwingend zum Bildungsangebot der Stadt Remscheid gehört. Außerdem sind keine Einsparungen zu erzielen, da die Kostenfaktoren Bökersche Villa und die festangestellten Mitarbeiter erhalten bleiben.

Vorgehensweise:
Da es laut Verwaltung bis zu einem Jahr dauern wird, bis die nötigen Voraus-setzungen für eine Privatisierung geklärt sind, sehen wir für alle Beteiligten eine große Chance im Szenario I. Insbesondere die festangestellten Mitarbeiter können zeigen, dass sie bereit sind für „IHRE“ MKS alles zu leisten, was nur möglich ist. Alle anderen Szenarien würden die Beteiligten deutlich härter treffen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen kann im zweiten Schritt überlegt werden, ob Szenario II (gGmbH) sinnvoll ist.

Grundlage des Positionspapiers der W.i.R. ist:

Begutachtung der Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid durch Peter Hellwig vom 25.11.2010.

Grundlage: Der Rat der Stadt Remscheid hat mit den Stimmen von SPD, FDP und B90/Die Grünen beschlossen den städtischen Zuschuss von rund 700 T€ auf 300 T€ zu senken.

Schwachstellen laut Gutachter:
Kennzahlen

  • Kostendeckungsgrad (31,8 %) deutlich unter Landesdurchschnitt
  • Gesamtkosten pro Schüler/Jahr 1041€ · Städtischer Zuschuss pro Schüler 691€
  • Personalanteil 90,6%
  • TVöD Personalkostenanteil 69,7% Unterrichtserlöse
  • Unterschiedliche Kostendeckungsgrade (KDG) der einzelnen Produkte
  • Ensemblefächer mit deutlichem Fehlbetrag (-48 T€)
  • Sozialtarif und Geschwisterkinderermäßigung (- 120 T€)

Zuschüsse

  • Stadt Remscheid einziger Zuschussgeber

Controlling

  • Nicht vorhanden

Belegzahlen

  • Minus 22% seit 2006

Personal

  • Auslastung der Festangestellten von 73% · Zu viele Festangestellte, zu wenig Honorarkräfte

Empfohlene Maßnahmen

  • Effizienz und insbesondere die Auslastung der festangestellten Musiklehrer optimieren;mehr Honorarkräfte
  • Das Unterrichtsangebot deckungsorientiert ausweiten
  • Ensemblebereich verkleinern
  • Angebot und Entgeldtarif neu fassen
  • Sozialtarif und Geschwisterkinderermäßigung überprüfen
  • Entgelte (Einzelunterricht) schrittweise erhöhen

 

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