Archiv - Leserbrief

Fragen Sie Ihr Herz

Fragen Sie Ihr Herz 13.10.2011

Leserbrief von Alice Heuft, Remscheid (in der Bergischen Morgenpost)

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, das man Geld nicht essen kann." Dieses Zitat stammt aus einerProphezeiung des kanadischen Stammes der Cree. Liebe Remscheider, dieses Zitat fällt mir immer wierder ein, wenn ich Nachrichten von dem geplanten DOC an der Blume lese. Ich bitte jeden Bürger unserer Stadt, sich kurz mal Zeit zu nehmen und in sich zu gehen, was dieses neue geplante Center für uns bedeutet. Brauchen wir wirklich noch mehr Marken-T-Shirts, Kleider, Hosen, Parfum, Schuhe aus dem Designer-Bereich, um noch besser vor unseren Mitmenschen dazustehen? Anzugeben? Oder mit Schnäppchen zu prahlen? Wir leben im absoluten Überfluss, wenn wir uns mit dem Rest der Weltbevölkerung vergleichen. Brauchen wir immer noch mehr? Ich kann nicht mehr als ein Auto fahren, einen Kühlschrank, einen Kochherd, eine Waschmaschine, einen Fernseher, einen PC benutzen. Wir haben eine großes Angebot an Fachgeschäften. Wozu noch ein Outlet-Center? Für einige Arbeitsplätze, wovon wir nicht wissen, ob sie überhaupt erhalten bleiben. Siehe in den letzten Tagen mal wieder "Nokia"? Wir geben dafür intakte Natur auf. Weiterlesen »

Eine Vision

Eine Vision 13.10.2011

Leserbrief von Armin Overbeck, Wuppertal (in der Bergischen Morgenpost)

Der Weg vom Ortskern Lüttringhausen zur Blume führt die steile Clarenbachstraße hinauf. Nach cirka 500 Metern hat man die Felder Höhe erreicht. Dort sieht man Felder und den nahen Wald bis hin zur Remscheider Silhouette mit dem markanten Profil des Rathauses.

Doch dieses Bild des Friedens wird gestört. Vor dem geistigen Auge des Wanderers erwächst auf der Blume ein riesiges Einkaufscenter. Die Zufahrtstraßen sind vierspurig erweitert. Lastkraftwagen liefern Waren in Containern an; große Käuferscharen haben sich eingefunden. Ruhe und die Beschaulichkeit der idyllischen Kleinstadt waren dahin. Würden die Menschen, die aus anderen Städten herbeiströmten, auch in den Ortskern Lüttringhausens kommen? Weiterlesen »

Wir geben die intakte Natur auf

Wir geben die intakte Natur auf 12.10.2011

Leserbrief von Alice Heuft, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, das man Geld nicht essen kann." Dieses Zitat stammt aus einerProphezeiung des kanadischen Stammes der Cree. Liebe Remscheider, dieses Zitat fällt mir immer wierder ein, wenn ich Nachrichten von dem geplanten DOC an der Blume lese. Weiterlesen »

Die sollen zuhause bleiben

Die sollen zuhause bleiben 12.10.2011

Leserbrief von Manfred Zenk, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

Am Sonntag soll ich ein "DOC" wählen. Mittlerweile weiß ich, dass es sich nicht um den legendären Gefährten eines berühmten Sheriffs aus dem Wilden Westen Amerikas handelt, sondern um ein Designer Outlet-Center. Vom Allee-Center leite ich ab, dass es in der Nähe einer Designer Outlet-Straße gebaut werden soll. Lüttringhauser Anwohner klären mich auf, es sollt auf der Blume entstehen. Um der Sache auf den Grund zu gehen, frage ich ein Lexikon. Unter "Designer" finde ich neben Zeichner und Konstrukteur auch Intrigant; "Outlet" heißt Ab- oder Auslauf. Also ist wohl ein Auslaufzentrum für Intriganten gemeint, sinniere ich und bin irritiert. Warum wird denn so etwas mit einer großen römischen Eins mit rotem Herzen daneben beworben? Und außerdem: Sollen doch die Intriganten woanders ihren Auslauf planen, wir wollen solche Leute hier nicht haben. Ich werde ihr Zentrum bei uns nicht wählen.

Das DOC geht alle etwas an

Das DOC geht alle etwas an 08.10.2011

Leserbrief von Winfried Friemelt, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

Es wäre ganz gut, wenn sich der Deutsche Herr Ralf Kühr mal von seinem türkischen Nachbarn erklären ließe, worum es bei dieser Abstimmung geht. Es geht hier nicht um eine Abstimmung nur mit deutschen Mitbürgern, sondern um eine Abstimmung, die alle Remscheider betrifft. Herr Turgut Gökay hat mit seinem Unmut vollkommen Recht. Jeder ist gefragt und hat das Recht seine Stimme abzugeben.

Anm. d. Red. d. RGA: Wahlberechtigt bei der DOC-Abstimmung sind alle EU-Bürger mit Wohnsitz in Remscheid ab 16 Jahren.

Auf den Punkt gebracht

Auf den Punkt gebracht 08.10.2011

Leserbrief von Michaela Hitzfitz (im Remscheider General-Anzeiger)

Lieber Herr vom Stein, ich muss Ihnen in allen Punkten zustimmen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Leserbrief, er hat mir aus der Seele gesprochen. Danke.

Ist das so rechtens?

Ist das so rechtens? 07.10.2011

Leserbrief von Bernd Preuß, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

Mit Erstaunen musste ich letztens feststellen, dass die Stadtwerke Remscheid nun offen für das Designer Outlet Center (DOC) werben. Da frage ich mich, ob dies so rechtens ist. Eigentlich ist man als Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs doch zur Neutralität verpflichtet, oder irre ich mich da? Eine Deutschland-Fahne am Bus während der Fußball-WM/EM ist da etwas anderes, denn die Mehrzahl der Remscheider besitzt zumindest die deutsche Staatsbürgerschaft. Wenn aber in Kürze eine Volksabstimmung ansteht, grenzt es für mich schon fast an politischer Einflussnahme, wenn öffentliche Verkehrsbetriebe auf ihren Bussen "Wahlwerbung" betreiben. Das wäre ja ähnlich, als wäre zu Zeiten des Kommunalwahlkampfes auf einigen Bussen das Konterfei von Frau Wilding zu sehen und darunter hätte die Botschaft gestanden "Wählt SPD - Wählt Wilding". Ich bitte die Stadtwerke Remscheid daher eindringlich, doch zur Neutralität zurückzukehren. Oder darf man als DOC-Gegner nicht mehr mit dem Bus fahren? Mein Ticket 2000 werde ich ab heute daher lieber bei der DB AG kaufen, denn ich finanziere diese Art der Wahlwerbung nicht!

Ja zum DOC

Ja zum DOC 06.10.2011

Leserbrief von Udo Bacher (in der Bergischen Morgenpost)

Es war einmal: „Geiz ist geil.“ Eine Nation schaute nicht mehr auf Qualität, sondern nur noch auf Quantität. Möglichst viel für wenig Geld. Diesem Wunsch der Bevölkerung folgten die Unternehmen. Es wird Pröttelware in Fernost geordert, die oft unter sehr fragwürdigen Umständen hergestellt wird . Rückgängige Umsätze beantwortete man mit längeren Öffnungszeiten. Und heute? Kaum eine Verkäuferin kann trotz Tariflohn ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Auch andere Innenstädte haben sich in den 90er Jahren negativ gewandelt. Als was betrachtet sich der Vertreter des Einzelhandelsverbandes heute mit seiner Haltung? Leerstand um jeden Preis vermeiden, war die Devise. Kleidung nur noch für die Jugend, Ein Euro-Läden etc. Und die Käuferschicht 40plus aus der so genannten Mittelschicht ? Sie verlagert ihre Kaufkraft in die umliegenden Großstädte, denn wir finden Geiz ist nicht geil, sondern unsozial . Die Grüne Wiese ist keine Antwort, aber vielleicht zwingt es Lobbyisten zum Umdenken. Weiterlesen »

Weiteres Veröden der Innenstädte

Weiteres Veröden der Innenstädte 05.10.2011

Leserbrief von Stefan vom Stein, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

Egal, welche politische Partei in Remscheid regiert, interessiert es mal wieder gar nicht, was vor ein paar Jahren mal gesagt wurde. Liebe Frau Wilding, zu CDU-Zeiten wehrten ie sich so ordentlich gegen ein Industriegebeit an der Blume, dass mich jetzt das ganze Befürworten eines Outlet-Centers an der Blume doch sehr daran erinnert, dass due Sozialdemokraten doch die größeren Wendehälse sind. Weiterlesen »

Wer wählen will, muss sich integrieren

Wer wählen will, muss sich integrieren 30.09.2011

Leserbrief von Ralf Kühr (im Remscheider General-Anzeiger)

Mit Erstaunen las ich den Leserbrief unseres Mitbürgers Turgut Gökay. Er beschwert sich darüber, dass seine Frau, die nur die türkische Staatsangehörigkeit hat, in diesem Land nicht an Entscheidungen teilhaben darf. Wie ich aus dem Schreiben entnehme, hat Herr Gökay die deutsche Staatsbürgerschaft und darf an Entscheidungen in diesem Land teilhaben. Wenn er sich mit seiner Familie hier wirklich integrieren möchte, wieso hat dann seine Frau keine deutsche Staatsbürgerschaft, oder geht diese Integration zu weit? Integrieren bedeutet doch auchanerkennen, was vorhanden ist, dieses offen darstellen, dann habe ich auch ein Recht dazu, das vorhandene mitzugestallten. Keiner soll seine Wurzeln vergessen, aber wenn ich meine Heimat verlasse, habe ich mich in dem Land was mich aufnimmt und mir die Möglichkeit eines freien Lebens gibt, so einzubringen, als wenn es meine alte Heimat wäre. Dazu gehört neben der Sprache, den Sitten auch das Annehmen der Staatsbürgerschaft.

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