Archiv - 2013 - Leserbrief

Bankrotterklärung

Bankrotterklärung 12.12.2013

Leserbrief von Michael Heimlich, Remscheid ( in der Bergischen Morgenpost)

„Wir werden das DOC nicht verhindern können“, so die Feststellung eines Mitgliedes der W.i.R.. Unabhängig davon, wie es die W.i.R. mit dem „Wir“ gemeint hat: Lokalpolitiker haben die Aufgabe, sich für die Interessen und Lebensqualität der hier in Remscheid wohnenden Bürger mit durchdachten Entscheidungen einzusetzen. Fehlen ausreichende Informationsunterlagen, gibt es begründete Zweifel an den Gutachten sowie der Validität der dort hinterlegten Grundannahmen. So ist aus heutiger Sicht eine Entscheidung für den Verkauf der betroffenen Grundstücke klar abzulehnen, auch oder gerade vor dem Hintergrund, dass der Investor mit „Drohgebärden“ eine künstliche Dringlichkeit erzeugt. Das W.i.R.- Statement jedenfalls grenzt an eine lokalpolitische Bankrotterklärung. Weiterlesen »

Ältere sind in Sorge

Ältere sind in Sorge 17.10.2013

Leserbrief von Berthold Höhler, Remscheid (in der Bergischen Morgenpost)

Lange Wartezeiten ist kein Einzelfall, sondern seit Monaten Gesprächsthema der Patienten und Angehörigen. Mir ist ein ähnlicher Fall von meinen Nachbarn beschrieben worden, wo sein Vater nach vier Stunden Wartezeit akute Luftnot bekam und sein schlechter Zustand bei der Anmeldung nicht zur Kenntnis genommen wurde. Wann unternehmen die Verantwortlichen des Sana-Klinikums endlich etwas? Ich kann aus langen Jahren im Rettungsdienst nur sagen, dass die Verunsicherung von älteren und kranken Bürgern immer größer wird und bei Bestellungen von Krankenfahrten und Notfalleinweisungen immer öfter die erste Frage ist: „Fahren sie mich auch in ein auswärtiges Krankenhaus?“ Oder der direkte Hinweis, ich will aber nicht ins Sana-Klinikum! Dieses ist ein Problem geworden für alle, die mit kranken Menschen in Remscheid zu tun haben(Rettungsdienste, Krankentransporte, Pflegedienste, Altenheime). Weiterlesen »

Halbwahrheiten

Halbwahrheiten 12.09.2013

Leserbrief von Michael Heimlich ( in der Bergischen Morgenpost)

HK-Besuch in Roermond

Mit Halbwahrheiten wird man die Kritiker eines DOC-Projektes nicht überzeugen können, sondern im Gegenteil nur noch mehr Misstrauen säen. Den teilweise euphorischen Resümees der „IHK-Erlebnis-Tour“ zum DOC nach Roermond sei klarstellend ergänzt: Roermond ist nicht gleich Lennep.

Auch den IHK-Ausflüglern wird es nicht entgangen sein, dass die An- und Abfahrtwege zum DOC Roermond vierspurig verlaufen und in einem Ring um die Innenstadt geführt werden. Dies ist in Lennep nicht der Fall und wird es auch nie sein. Die An- und Zufahrtwege zum geplanten DOC in Lennep sind aus heutiger Sicht lediglich zweispurig geführt und unterbrochen von mehreren Kreuzungsbereichen. Hinzu kommt die Sperrung der Wupperstraße als eine Hauptverkehrsader in Lennep. Die Folgen werden dauerhafte, kilometerlange Staus sein und bedeuten eine dauerhafte Schädigung des Klimas in ganz Remscheid. Erschreckend ist, dass sich bezüglich dieses Szenarios bisher „nur“ die W.i.R und die Linken erkennbar engagieren. Weiterlesen »

Was ist mit Kosten und Verkehr?

Was ist mit Kosten und Verkehr? 05.09.2013

Leserbrief von Bardo Reinke ( im Remscheider General-Anzeiger)

Die Bezirksregierung hat vorgegeben, dass der Kaufpreis alle Ausgleichsmaßnahmen abdecken und am Ende noch eine Summe übrig bleiben muss. Also was soll der Unsinn, einen Kaufvertrag überstürzt zu unterzeichnen. Eine Notwendigkeit gibt es also nicht. Bis März hätte die Stadt Zeit. Hier geht Gründlichkeit vor. Die Risiken auf andere abzuwälzen, ist völlig daneben. Gibt es denn nun die adäquaten Ersatzsportstätten? Oder stehen diese in den Sternen? Bestimmt der Investor die Politik der Stadt oder der Stadtrat von Remscheid? Wie hoch sind denn die Kosten für den Ausbau von Straßen und Knotenpunkten? Wie hoch ist denn die Verkehrsbelastung durch den zusätzlichen Autoverkehr? Braucht Remscheid-Lennep dann nicht mehr Polizei? Der tagtägliche Stau ist dann Programm. Remscheid-Lennep braucht wieder ein Krankenhaus.

 

Fehlende Kenntnis

Fehlende Kenntnis 26.07.2013

Leserbrief von Klaus Runge (in der Bergischen Morgenpost)

Laut einer Einführung des NRW-Innenministeriums zum Informationsfreiheitsgesetz des Landes setzen Transparenz staatlichen Handelns und das Ziel einer bürgerschaftlichen Gestaltung des Gemeinwesens voraus, dass die dem Bürger zur Verfügung gestellten Informationen möglichst „originär, direkt und unverfälscht sind.“ Weiterlesen »

Was wird aus Lennep, wenn das DOC schließt?

Was wird aus Lennep, wenn das DOC schließt? 25.07.2013

Leserbrief von Roland Becker, in der Bergischen Morgenpost

Für alle Menschen auf der Erde gilt ein ungeschriebenes Gesetz, welches bisher von keiner Regierung außer Kraft gesetzt werden konnte: Alles, was Menschen planen und bauen, ist endlich.

Ich wünsche mir, dass sich unsere gewählten Interessenvertreter vor ihrer Zustimmung zum Kaufvertrag mit dem Investor im Oktober, darüber in stiller Stunde noch einmal Gedanken machen.

Sind sich die Damen und Herren im Rat der Stadt Remscheid und in der Bezirksvertretung Lennep darüber im Klaren, welches schwere Erbe sie ihren Kindern und Enkelkindern hinterlassen, wenn sie dem Bau des DOC freudig zustimmen?

Was passiert in zehn, 20 oder auch 30 Jahren, wenn der Investor aus wirtschaftlichen Gründen das DOC in Lennep schließt? Die Kinder und Enkelkinder müssen dann zur Kenntnis nehmen, dass die Verwendung eines nicht unerheblichen Anteils der Fläche ihres Städtchens durch eine fremde Gesellschaft bestimmt wird, und diese dann entscheiden, was mit den Bauten und der Fläche passiert. Weiterlesen »

Jede andere Stadt hätte „Hurra“ geschrien

Jede andere Stadt hätte „Hurra“ geschrien 25.06.2013

Leserbrief von Heinz G. Wagener, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

DOC und kein Ende. Was ist das alles eine Farce. Die Mehrzahl der Remscheider hat mit einer Abstimmung dieses neue Zentrum gewollt. Die WiR-Partei möchte Rundumbetreuung vom Investor, die Protestler aus Lennep möchten, dass alles so bleibt, also tote Geschäfte ein vergammeltes Stadion, ein Schützenplatz, der im Morast versinkt und ein Ort, der langsam vor sich hinstirbt. Was glauben diese Leute eigentlich, wie lange der Investor sich noch hinhalten lässt? Jede Stadt in unserer Umgebung hätte laut Hurra geschrien, wenn die Wahl auf sie gefallen wäre. Nur zum Hinweis, in Wuppertal wird am Hauptbahnhof ein Zentrum entstehen, das jetzt schon Konturen annimmt. Die Probleme, die in und um Lennep entstehen können, sind zu bewältigen. Also Remscheider, Lenneper, Lütterkuser, macht Front gegen diese ewigen Miesmacher und lasst uns diese Chance ergreifen.

 

Soll der Investor verprellt werden?

Soll der Investor verprellt werden? 25.06.2013

Leserbrief von Rolf Seul, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

Was die Herren der WiR sich da vorstellen, kann man nur als weltfremd bezeichnen. Sicher sind einige Forderungen nachzuvollziehen, nur dass dies der Investor zu tragen hat und auch noch evtl. Wertminderungen der Anwesen in der Nähe tragen soll, geht für mich völlig an der Realität vorbei. Was ist denn, wenn die Anliegerwerte steigen, bekommt die dann auch der Investor? Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass sich da einige Leute an diesem Projekt profilieren wollen. Nur sollte diesen Leuten auch klar sein: Ohne Risiko geht gar nichts! Sicher sollte man versuchen, dies so gering wie möglich zu halten, nur völlig ausschließen kann man es nicht. Denn wer will uns sagen, was in zehn Jahren ist? Keiner, der seriös ist, kann das! Zu den 800 Arbeitsplätzen habe auch ich meine Bedenken, was die „gerechte“ Entlohnung betrifft. Hier zu sagen, nach ortsüblichen Tarifen – was ist bei uns ortsüblich? Hier ist ein greifbarer Punkt, den Investor zu Aussagen zu bewegen, wie er sich dies vorstellt, in welchem Mindesrahmen er sich da bewegen wird? Weiterlesen »

Leserbrief war berechtigt

Leserbrief war berechtigt 06.03.2013

Leserbrief von Peter Schwarz, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

Plötzlich und unerwartet ist es soweit, der Kollege wird 65 und geht in den Ruhestand. Wer wird seine Arbeit künftig machen, wer hilft uns mit seiner Erfahrung weiter? Zum Glück hat der Kollege vorgesorgt und alle seine Arbeitsergebnisse sorgfältig festgehalten und seine Akten gewissenhaft geführt, sodass wir den Sachstand jeder Angelegenheit zweifelsfrei nachvollziehen können. Weiterlesen »

Schnellstmöglich Projekt verlassen

Schnellstmöglich Projekt verlassen 28.02.2013

Leserbrief von Peter Lange, Remscheid (im Remscheider General-Anzeiger)

Die Argumentation der Befürworter einer Weiterbeschäftigung des aktuellen Stadtplaners als externer Berater ist folgende: Er hat als einziger an allen Gesprächen mit dem Investor teilgenommen; ein unverzichtbares Insiderwissen angesammelt; ein sehr gutes Verhältnis zum Investor. Womöglich kann sogar ohne seine weitere Mitarbeit die Beziehung zwischen Stadt und Investor gefährdet sein. Es ist verständlich, dass man mit Inhalten vertraulicher Gespräche nicht an die Öffentlichkeit geht. Nicht verständlich ist allerdings, dass diese Gespräche vermutlich nicht intern dokumentiert und kommuniziert wurden. Eine Weiterbeschäftigung würde diese Arbeitsweise belohnen. Das gesammelte Insiderwissen hat die Stadt Remscheid und damit auch wir Bürger bereits bezahlt und daher auch ein Recht auf Preisgabe. Der Termin des Ausscheidens aus dem Dienst (31. März 2013) steht nun schon lange fest. Den Beschluss für eine Nachfolge hat der Rat bereits 2010 verabschiedet. Die Aktivitäten, rechtzeitig einen Nachfolger zu finden, scheinen dennoch halbherzig. Weiterlesen »